Zehn Jahre. Seit bald zehn Jahren bin ich Skispringer. Mein erster Sprung, im März 2002, in Chaux-Neuve im benachbarten französichen Jura, war Auslöser des Lebens, welches ich seither gelebt habe. Der Skisprungsport hat, bis heute, meine Entscheidungen und jene der ganzen Familie prägend gelenkt. Weil es am Ende nichts gab, was ich lieber machte, als mit zwei Latten an den Füssen auf einer Schanze ins Loch zu springen. 

Gestern und heute hatten wir unseren Heim-Continental-cup in Engelberg. Und ich bin nicht vom Fleck gekommen. Wie so oft in letzten Zeiten, wie zu oft in den letzten Jahren, wo meinen Aufwand nur spärlich belohnt wurde. Zum letzten Male. Ich habe entschieden, meiner Karriere per Ende Saison ein Ende zu setzen.

Ich glaube nicht mehr daran, mir einen Platz an der Weltspitze erkämpfen zu können. Ich habe alles gegeben, habe gekämpft, geschwitzt, gelacht, geweint, und das, was ich machte, geliebt. Ich werde im Februar zwanzig Jahre alt. Ich habe noch andere Träume als Socchi 2014 – welcher keiner mehr ist, und Ambitionen in verschiedenen Bereichen. Diese Entscheidung ist das Resultat eines mentalen und emotionalen Prozesses, einfachen und realistischen Kalküls die auf mich zukommenden Entscheidungen betreffend (Sport, Armee, Studium, Pilotentraum) und des Hören auf mein Herz und Folgen meines Instinkts.

So traurig diese Entscheidung erscheinen mag, sie ist, für mich, Glück, Motivation und Erleichterung. Ich liebe es, Ski zu springen, und zu wissen, dass meine Sprünge nun gezählt sind spornt mich noch mehr an, jeden einzelnen Moment des verbleibenden Winters zu geniessen.

Dann? – Rekrutierung im April, dann Privatpilotenlizenz?, Rekrutenschule, und mein ältester Traum: Pilot. Ich werde alles geben, um Militärpilot zu werden. Sollte dies nicht klappen, werden wohl die Uni-Bänke auf mich warten. 

Bleibt zu sagen, dass ich keine einzige Sekunde bereue, die ich dem Skispringen gewidmet habe – ich bereue nichts, weil ich das, was ich gemacht habe, mit vollem Gas gemacht habe, und ich an die Intelligenz meines Instinkts glaube, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen.

 

Dix ans. Bientôt dix ans que je suis sauteur à skis. Mon premier saut, dans le jura français voisin, à Chaux-Neuve, en mars 2002, a été déclencheur de la vie que j’ai vécue depuis. Le saut à ski a, jusqu’au jour d’aujourd’hui, guidé mes prises de décision et celles de toute la famille, mon frère m’ayant suivi peu après mes premiers essais. Car à la fin, il n’y a rien que je préfèrais faire que voler, lattes aux pieds, au fond d’un tremplin.

En ce début de semaine, nous avions au programme notre coupe continentale à domicile, à Engelberg. Et j’ai mal sauté. Comme trop souvent ces derniers temps, ces dernières années, mes efforts n’étant que trop rarement récompensés. Engelberg fut la dernière fois. J’ai décidé de mettre un terme à ma carrière à la fin de cette saison. 

Je ne crois plus être capable de me faire une place dans l’élite mondiale. J’ai tout tenté, j’ai combattu, j’ai sué, j’ai ri, j’ai pleuré, j’ai aimé ce que j’ai fait. J’aurai vingt ans en février. J’ai d’autre rêves que Socchi 2014 – qui a cessé d’en être un, et de l’ambition à revendre dans d’autres domaines. Cette décision est le fruit d’un processus mental, émotionel, de simples calculs réalistes concernant les choix à prendre qui m’attendent (sport, armée, études, rêve de pilote) et, finalement, de l’écoute de mon coeur, de mon instinct.

Aussi triste que cette décision puisse paraître, elle est, pour moi, source de bonheur, de motivation et de soulagement. J’aime sauter à ski, et de savoir que mes sauts sont désormais comptés me motive encore plus pour profiter de chaque instant de ce qui reste de l’hiver. 

Après? – recrutement en avril, ensuite licence de pilote privé?, école de recrue, et le plus vieux de mes rêves: pilote. Je vais tout donner pour devenir pilote militaire. Et si cela ne devait pas fonctionner, m’attendront les bancs universitaires. 

Reste à dire que je ne regrette pas une seule seconde consacrée au saut à ski – je ne regrette rien, car ce que j’ai fait, je l’ai fait à fond, et je crois à l’intelligence de mon instinct, quand il s’agit de prendre des décisions.

 

Sincerely yours

V

Adieu

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und tschüss!


Um das Raclette und das Gläsli Glühwein vom Weihnachtsmarkt in Einsiedeln gut zu verdauen, ging ich mit meinem welschen Skisprungkollegen Guillaume auf den schönen Mythen. =)

Mythen

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The TG2 and part of the TG1 went skijump-skiing on the Vorabgletscher, near Laax, last Saturday. Equiped with our long and large skis and normal alpine-skiing clothes, we were prepared to be the center of attention. After taking the tickets, there were three “Gondeln” to ride with to reach the loved snow. And a lot of things to explain: “No, Simi’s not here.”; “Yes, I know, there’s no hill up there.”; “Yes, I hope you’ll see me on television once.”

The transport with skis over 2m60 was hardly comfortable – for us athletes as for the curious other skiers. We finally mastered it and the moment wearing the skis on the white snow, with the cold feeling of alpine air on the chops and in the nose, was very good.

The skiing with these skis is quite strong but it was one and only fun for me. After one ride just speeding down the pist, we then made a stop by the kickers of the freestlyle-park. The freestylers’ skepsis was rapidly transformed to great enthusiasm as we “flew” over their kickers. Our trainers Pipo and Martin have assiduously filmed and taken photographs of our jumping – though the video-analysis won’t be as serious as the hill-training ones!

First snow-jumps on the hill are planed in Lillehammer, Norway. On 4th december, I’ll take-off from Zürich-Airport and spend one week in beloved skandinavia. Until then, summer-training in Einsiedeln; no problem, since the sun and the warm temperatures have finally found our ways to us.

click on the picture below to aggrandize it, and to see the second one ;)

 

 

 

First jumps on snow!!

Nach zwei intensiven Wochen SPHAIR-Kurs in Grenchen und einer Empfehlung für Militärpilot in der Tasche bin ich wieder in Einsiedeln am Start für das tägliche Training! Nach zwei Wochen Cockpit ging es heute, wie eigentlich gewöhnt, mit den Latten durch die Lüfte.

Der erste Sprung war zum Lachen; selten bin ich auf der grossen Einsiedlerschanze so kurz gesprungen. Der letzte Sprung der heutigen Einheit war auch zum Lachen, fühlte es sich doch schon wieder ganz nach dem Fliegen an, wie ich es auch mag.

Fliegen auf Fischer ist eben nicht Fliegen in Robin; das Chribeln im Bauch, das bleibt aber. Und das Lachen auch.

Back to the hill

Vital Anken